Gründung im Jahre 1972

Im Jahre 1972 formierte sich eine Gruppe von jungen Schützenbrüdern. Sie wollten in der Uniform der Landsknechte zum ersten mal am Schützenfest mit einer eigenen Gruppe teilnehmen.
Schon kurze Zeit später fielen diese Landsknechte durch ihr akkurates und zackiges Auftreten bei den Umzügen und Paraden positiv auf. Trotzdem wurde fleisig weiter geübt um sich stetig zu verbessern.

Wahl der Uniform

Schon im Jahr 1976 berief Heinz Thönissen die Landsknechte zu seiner Königsgarde. Diese Aufgabe wurde so überzeugend wahr genommen, dass Johannes Kempers sich im Jahre 1977 ebenfalls entschied, die Gruppe zur Königsgarde zu benennen. So entschied man sich eine standesgemäßere Uniform anzuschaffen: Den blauen Schützenrock aus der Zeit Kaiser Wilhelm II.

Weiterer Werdegang des Offizierszuges

In den nächsten Jahren nahm die Mitgliederzahl ständig zu. Auch Hans Willems wurde von der Königsgarde auf Schritt und Tritt begleitet. Josef Rauschen, Friedhelm Reuter und Ernst Kuhlen setzten die Reih der Könige fort, welche die Blauen Offiziere aufgrund Ihres soliden Auftretens und ihrer ständigen Präsenz bei den Veranstaltungen der Bruderschaft als Königsgarde verpflichteten.
Mit dem blauen Schützenrock kam auch die zweite Fahne der Bruderschaft in die Gruppe der blauen Offiziere, die somit eine eigene Fahnenabteilung hatten. Als diese Abteilung sich dann mit der ersten Fahne der Bruderschaft zur Fahnengruppe zusammenschloss, musste gehandelt werden. Es wurde bei jeder sich bietenden Möglichkeit Geld gesammelt, um die verwahrloste Fahne der ehemaligen Junggesellenbruderschaft restaurieren zu lassen. Rechtzeitig zum Jubiläumsjahr 1983 wurde sie fertig gestellt und konnte in der Krönungsmesse feierlich eingeweiht werden. Zur neuen Fahne schaffte die Gruppe auch eine eigene Uniform an, um als Königsgarde mit Jubiläumskönig Winand Zitzen bei allen Veranstaltungen in Uniform auftreten zu können. Von nun an nannte sich die Gruppe "Offizierszug 72".

Schützenkönige des OZ72

In den Jahren 82 - 85 stellte der OZ72 den Jungkönig viermal in Folge. Die Zeit wurde reif, auch einmal eigene König zu haben. So kam es 1986 dazu, dass ein guter Freund der Gruppe des OZ 72, Heinz Bernd Amend, am Kirmessonntag in die Bruderschaft eintrat, den Vogel abschoss und die Königswürde erlang. Noch besser kam es dann drei Jahre später als Toni Schlößer zum Vogelschuss antrat und unter großem Jubel den Vogel herunterschoss.
Als beim Vogelschuss 1991 ein Schütze mit nur einer Schießmarke zum Wettkampf antrat und dann tatsächlich den Vogel herunterschoss, konnte noch keiner vermuten was im nächsten Jahr für ein Volksfest auf uns zukam. Martin Kolonko hatte ohne Vorankündigung den "Hans" abgeschossen. Mit Walter Sroka und seinem Bruder Jürgen Kolonko fanden sich schnell zwei weitere Offiziere als Minister zum ersten kompletten Königsgespann in blau. Zu zwei weiteren "Jungkönigsgespannen" in blau kam es als Andreas Kolonko 1994 sowie Markus Spinnen 1997 die Jungkönigswürde trugen.

 

Letzte Aktualisierung: 29.07.11  
Michael Pohl